Schiffs-Fonds
"Was sind Schiffsfonds?"
Schiffs-Fonds bieten für den Anleger Chancen und Risiken. Ein Schiffs-Fonds investiert das Kapital,
das Anleger zur Verfügung stellen, in den Kauf oder Bau von Schiffen. Oft handelt es sich dabei um Container-Schiffe.
"Was unterschiedet Schiffs-Fonds von anderen Fonds?"
Die Mindestanteile sind höher als bei Aktien- oder Wertpapierfonds - meist beginnen sie ab 10.000 Euro.
Schiffs-Fonds sind geschlossene Fonds. Das bedeutet, die Anteile können nicht wie bei Aktien an der Börse gehandelt werden.
Viele Emittenten von Schiffs-Fonds bieten aber einen Zweitmarkt an, auf dem die Anteile veräußert werden können, wenn der
Investor aussteigen möchte. Interessant sind Schiffs-Fonds vor allem wegen ihrer steuerlichen Vorteile.
"Steuerliche Vorteile?"
Der Anteilseigner erhält seinen Anteil an den Einnahmen, die das Schiff erwirtschaftet oder durch
Verkaufserlöse. Die Einnahmen aus dem Schiffsbetrieb stellen Gewerbeeinnahmen dar. Der Gewinn daraus wird nach geltendem
Recht pauschalisiert ermittelt. Die so genannte Tonnagesteuer berechnet sich nach der Nettoraumzahl des Schiffes, unabhängig
von den wirklichen Einnahmen. Der steuerpflichtige Gewinn daraus liegt zwischen 0,1 und 0,4 Prozent bezogen auf die Einlagen
der Anleger. Gerade für Anleger, die ihre Freibeträge für Kapitaleinkünfte und Einkommen schon ausgeschöpft haben, kann eine
Anlage in einen Schiffs-Fonds sinnvoll sein.
"Wo liegen die Risiken?"
Anleger gehen mit dem Investment eine langfristige Bindung von 10 bis 15 Jahre ein. Grundsätzlich sollten
nicht mehr als 20 Prozent des Vermögenskapitals in geschlossenen Fonds angelegt werden. Das Risiko eines Investments in einen
Schiffs-Fonds besteht in der fehlenden staatlichen Aufsicht, da es keine besonderen Vorschriften für die Anbieter und die Struktur
des Fonds gibt. Informieren kann sich der Anleger in den Verkaufsprospekten, die jede Fondsgesellschaft aufgrund rechtlicher
Erfordernisse herausgibt.